Was versteht man unter "Häusliche Gewalt"?

Drohungen, Erniedrigungen, Behinderung bei der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit und sozialer Isolation bis hin zum Erzwingen sexueller Handlungen und körperlichen Misshandlungen, die im Kontext des vermeintlichen Schutzraumes „zu Hause“ stattfinden (vgl. ebd., S. 58). Jede 4. Frau erlebt in einer aktuellen oder früheren Partnerschaft körperliche oder sexuelle Gewalt oder beides (BMFSFJ 2004).



Themen/Aufgaben für die Krisenintervention bei häuslicher Gewalt:

-· Nicht verurteilende und verständnisvolle Haltung des Beraters
-· Kenntnis und Verstehen von Gründen und Wissen um Gewaltzyklen, Ambivalenzen, sozialen und ökonomischen Schwierigkeiten
-· Offenhalten erneuter Hilfsangebote bzw. Entwickeln akzeptabler Alternativen (manche Frauen brauchen bis zu 10 Versuche, um sich trennen zu können)
-· Veranlassung einer medizinischen Versorgung bzw. gründliche Untersuchung
-· Abklärung des aktuellen Schutzbedürfnisses/Angebot von Unterstützungen
-· Kenntnis von rechtlichen Möglichkeiten und konkrete Unterstützung (z.b. bei der Durchsetzung von zivilrechtlichen Schutzmaßnahmen)
-· Ggf. Aufstellen eines Sicherheitsplanes
-· Unterstützung durch das relevante Bezugssystem der Klienten mobilisieren
-· Lebensstärke bzw. Ressourcen herausheben (vgl. ebd., S. 64f)